Eine der wichtigsten Entwicklungen im Marketing der letzten Jahre ist die zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeit. Laut BusinessWire sind in den letzten Jahren 85 % der Verbraucher bei ihren Kaufentscheidungen umweltbewusster geworden. Darüber hinaus sind über 30 % der Käufer weltweit bereit, für Nachhaltigkeit mehr zu bezahlen. Infolgedessen haben viele Marken feste Fristen für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in allen Bereichen ihres Unternehmens festgelegt – von Produkten und Dienstleistungen bis hin zu ihrer Werbung.
Laut Forbes halten zwar 90 % der Führungskräfte Nachhaltigkeit für wichtig, doch verfügen nur 60 % der Unternehmen tatsächlich über eine Nachhaltigkeitsstrategie. Angesichts der Tatsache, dass die Werbeausgaben im Bereich out-of-home bis Ende 2022 voraussichtlich 36,64 Mrd. US-Dollar erreichen werden und die traditionelle Außenwerbung das größte Segment darstellt, ist dies ein Schlüsselbereich, in dem Marken ihre aktuellen Nachhaltigkeitsstrategien anpassen können.
In diesem Artikel wird beleuchtet, welche Rolle die Außenwerbung im Bereich der Nachhaltigkeit spielt und wie wichtige Akteure bereits jetzt Veränderungen für eine grünere Zukunft vorantreiben.
Die Rolle der Außenwerbung im Bereich Nachhaltigkeit
Trägt zur Erreichung der Netto-Null-Ziele bei
Viele Länder, Marken und Agenturen haben sich Netto-Null-Ziele gesetzt; so strebt beispielsweise die UK bis 2050 die Netto-Null-Bilanz an. Daher müssen Unternehmen im Bereich der Außenwerbung weiterhin nach Möglichkeiten suchen, ihre Umweltbelastung zu verringern, sich an diesen Zielen auszurichten, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden, und die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten.
Out-of-home ist einer der effektivsten Medienkanäle, um Netto-Null-Ziele zu erreichen. Durch Partnerschaften mit Kommunen und Wohltätigkeitsorganisationen haben Medienunternehmen kreative Wege gefunden, ihre Auswirkungen zu reduzieren. So kompensiert Movia beispielsweise seine gesamte Produktion und seinen gesamten Betrieb, indem das Unternehmen für jede Lkw-Werbung, die im Rahmen einer vierwöchigen Kampagne auf die Straße gebracht wird, 100 Bäume pflanzt – gemeinsam mit den Partner-Wohltätigkeitsorganisationen „Trees for the Future“ und „Highway of Heroes“. Weitere Möglichkeiten, wie Außenwerbung positiv zur Erreichung der Netto-Null-Ziele beitragen kann, sind die Verwendung recycelbarer Materialien für Plakatwände und Werbemittel, die Installation von LED-Beleuchtung an Plakatwänden oder die Begrünung von Dächern an Bushaltestellen.
out-of-home kann auch umweltfreundlich sein: DOOH-Medienunternehmen installieren Solarmodule zur Stromversorgung digitaler Bildschirme und entwickeln intelligente Technologien zum Aufladen dieser Bildschirme. Auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind im DOOH-Bereich zu einem beliebten Mittel geworden, wie zum Beispiel „Volta“ in den USA, das seit 2010 über 44 Millionen Pfund CO₂ kompensiert hat.
Nutzung von Außenwerbung zur Förderung der Nachhaltigkeit
Außenwerbung bietet eine einzigartige Gelegenheit, durch die Zusammenarbeit von Botschaft und Medium das Engagement einer Marke für Nachhaltigkeit zu unterstreichen. Sie fördert das Vertrauen zwischen Verbrauchern und Marken, da Außenwerbung ein weit verbreitetes Medium ist und die Werbung zudem in der Öffentlichkeit präsentiert wird. Dadurch werden Marken stärker für ihr Handeln im Hinblick auf eine grünere Zukunft zur Rechenschaft gezogen.
OOH kann Verbraucher auch auf kreative und auffällige Weise für die Bedeutung von Nachhaltigkeit sensibilisieren und ihnen vermitteln, wie wichtig es ist, umweltbewusst zu handeln. IKEA nutzte beispielsweise DOOH an einer Bushaltestelle, um aufzuzeigen, wie viele Schritte man zu Fuß zum nächsten Geschäft zurücklegen muss, im Vergleich zur Fahrt mit dem Bus, und regte so zu einer nachhaltigen Anreise zu ihren Filialen an. Kreative Werbeanzeigen wie diese können sogar zu langfristigen Umweltzielen in lokalen Gemeinden beitragen.
Umwelttechnologie und Innovationen
Medienunternehmen werden bei ihren Werbemaßnahmen immer innovativer. Einige nutzen ihre OOH-Infrastruktur für vielfältige Zwecke. So können Fußgänger beispielsweise dank multifunktionaler out-of-home problemlos auf Smart Screens, WLAN und USB-Ladestationen zugreifen.
Auch Unternehmen im Außenwerbebereich werden immer innovativer und umweltbewusster, was die Materialien angeht, die sie für ihre Plakatwände oder Werbemittel verwenden. Durch den Einsatz recycelbarer Materialien oder die Entwicklung neuer Beschichtungen für Banner, die die Luft reinigen, haben diese Innovationen es der Außenwerbebranche erheblich erleichtert, einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Investitionen in Technologie und Kreativität können lead , dass lead Unternehmen Werbung nachhaltig bereitstellen. Durch die Nutzung von First-Party-Daten und Technologie lassen sich OOH-Anzeigen zudem optimieren und gezielt auf bestimmte Zielgruppen ausrichten, die beispielsweise umweltbewusst sind.
Vorreiter im Bereich nachhaltiger Außenwerbung
Rapport, die OOH-Agentur von Mediabrands
Rapport, Mediabrands’ out-of-home Agentur, behauptet, die erste Medienagentur zu sein, die allen Kunden in den Vereinigten Staaten nachhaltige, umweltfreundliche Beschilderungen anbietet, die die Luft filtern, um eine Vielzahl von Elementen wie Viren, Bakterien, Schimmel und Allergene zu beseitigen.
Im Rahmen dieser Nachhaltigkeitsinitiative wird eine innovative Beschichtung aus Titandioxid auf Plakatwänden und anderen Druckerzeugnissen aufgebracht, um während der Ausstellungsdauer der Werbung Gase wie Kohlenstoffemissionen und andere Schadstoffe aus der Luft zu binden. Diese Titandioxidschicht soll mithilfe von Sonnenlicht Treibhausgase und Schadstoffe anziehen, die anschließend von Millionen von Mikroschwämmen absorbiert werden. Dadurch werden diese Schadstoffe in neutrale Nitrate umgewandelt und die Luft gereinigt.
Diese Initiative ermöglicht es Unternehmen, mit Verbrauchern in Kontakt zu treten und gleichzeitig den CO₂-Fußabdruck ihrer Werbemaßnahmen zu verringern.
JCDecaux
Die RE100-Initiative ist eine weltweite Vorreiterbewegung für Unternehmen, die sich der Nutzung von 100 % erneuerbarer Energie verschrieben haben. JCDecaux war das erste out-of-home , das sich dieser Initiative angeschlossen hat. Bis Ende dieses Jahres hofft das Unternehmen, seinen Strombedarf zu 100 % mit Ökostrom zu decken. Es ist auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen, da es 2021 einen Rekordwert von 98 % erzielte – gegenüber 69 % im Jahr 2018.
Zu den weiteren Maßnahmen, mit denen JCDecaux nachhaltige Veränderungen herbeigeführt hat, gehören die Ausstattung der neuen Möbel mit LED-Technologie, die Übererfüllung des Ziels von 70 % durch eine Recyclingquote von 80 % bei sortiertem Abfall im Jahr 2021 sowie die Begrünung von Dächern oder deren Ausstattung mit Solarmodulen.
oOh!media
oOh!media ist ein führendes Unternehmen für Außenwerbung in Australien und Neuseeland. Für die Plakate an den Stadtmöbeln verwendet das Unternehmen zu 100 % recycelbare Materialien, die wasserfest und holzfrei sind. Die Stadtmöbel selbst sind auf eine Lebensdauer von 20 Jahren ausgelegt und werden mit gefiltertem Wasser und Umkehrosmose gewartet, wodurch jährlich etwa 29.000 Reinigungsstunden eingespart werden.
oOh!media setzt auf umweltfreundliche LED-Beleuchtung für Plakatwände und Werbematerialien, wobei sich digitale Außenwerbetafeln automatisch an die Umgebungshelligkeit anpassen, um Energie zu sparen. Um den CO₂-Fußabdruck insgesamt zu verringern, wird im gesamten Werbenetzwerk weiterhin auf LED-Beleuchtung gesetzt. In über 4.000 der insgesamt 13.000 Bushaltestellen wird Solarstrom genutzt, wodurch Australien das Land mit den meisten Solaranlagen an Straßenmöbeln ist.
oOh!media wendet in seinen landesweiten Depots und Lagerstätten ebenfalls Verfahren zur Mülltrennung für Batterien, Leuchtstoffröhren, Glas, Stahl, Aluminium, Kupfer, PVC-Kabel, Elektroschrott und Karton an. Alle Unternehmenszentralen halten sich an strenge Recyclingrichtlinien, wobei im gesamten Gebäude an strategisch günstigen Stellen verschiedene Mülltrennbehälter aufgestellt sind.
Fazit
Verbraucher, Marken und sogar Regierungen passen ihre Verpflichtungen und Strategien aktiv an, um den Klimawandel zu verlangsamen. Es ist offensichtlich, dass Nachhaltigkeit in der Werbung mehr als nur ein Trend ist, sondern eine Bewegung. Auch wenn die Außenwerbebranche ihre Bemühungen um Nachhaltigkeit noch weiter vorantreiben kann, spielt sie eine aktive Rolle bei der Investition in eine grünere Zukunft.

