Cookies von Drittanbietern sind seit langem ein Teil der Methoden, mit denen Werbetreibende das Nutzerverhalten im Internet zu Marketingzwecken verfolgen. Durch das Hinzufügen einfacher Tags zu einer Seite können Werbetreibende Nutzerprofile erstellen und Werbung besser auf die Bedürfnisse der Kunden abstimmen.

Diese altbewährte Methode wird sich jedoch bald ändern. Im Jahr 2024 wird Google den Prozess zur Abschaffung von Drittanbieter-Cookies abschließen und damit die Art und Weise verändern, wie unzählige Unternehmen das Ad-Targeting handhaben werden. Diese sieben wichtigsten Fragen können Ihnen helfen, diese Veränderungen zu verstehen und einen Plan für die Zukunft zu erstellen.

Was sind Werbe-Cookies von Drittanbietern?

Cookies von Drittanbietern sind Cookies, die auf einer Website, die Sie besuchen, von einer anderen Website eines Drittanbieters, z. B. Facebook, platziert werden. Wenn die von Ihnen besuchte Website eine Facebook-Like-Schaltfläche hat, würde diese Schaltfläche Cookies von Dritten speichern. Diese Cookies werden mit Hilfe verschiedener Skripte oder Tags auf Websites platziert und dienen dann dazu, das Kundenverhalten im Internet zu verfolgen. Mit diesen Cookies können Werbetreibende das Nutzerverhalten verfolgen und die Werbung entsprechend anpassen.

Was ist der Unterschied zwischen einem First-Party-Cookie und einem Third-Party-Cookie?

Ein First-Party-Cookie ist ein Cookie, das speziell von einem Herausgeber platziert wird, entweder über den Webserver oder über ein JavaScript, das auf der Website geladen wird, zur internen Verwendung. Drittanbieter-Cookies sind Cookies, die von einer anderen Partei platziert werden, in der Regel über einen Drittserver wie einen AdTech-Anbieter. Der Hauptunterschied liegt darin, wer das Cookie platziert - der Eigentümer der Website oder ein Dritter, der auf der Website wirbt.

Was ist die Zukunft der Cookies von Drittanbietern?

Google hat schon seit einiger Zeit darüber diskutiert, die Verwendung von Cookies von Drittanbietern schrittweise einzustellen, aber die Zukunft ist nun endlich da. Ab 2022 wird Google beginnen, Cookies von Drittanbietern in Chrome zu blockieren. Dieser Prozess ist für Safari und Firefox bereits im Gange, aber da Chrome 64 % der Browser weltweit ausmacht, werden die Auswirkungen bis ins nächste Jahr hinein weitaus größer sein.

Warum schafft Google Cookies von Drittanbietern ab?

Die Abschaffung des Drittanbieter-Cookies ist weitgehend auf Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes zurückzuführen. Den Verbrauchern geht es um den Schutz persönlicher Daten, um Transparenz bei den Anbietern und um die Wahlmöglichkeit und Kontrolle über die Datennutzung.

Sobald Cookies von Drittanbietern aus dem Weg geräumt sind, wird stattdessen Googles Federated Learning of Cohorts (FLoC) den Vorrang haben. Mit dieser Technologie, die 2019 eingeführt wird, verfolgt Chrome die Browsing-Gewohnheiten und nutzt diese Informationen, um seine Nutzer in "Kohorten" oder Gruppen auf der Grundlage von Browsing-Mustern einzuordnen. Werbetreibende müssen dann Anzeigen auf Kohorten und nicht auf einzelne Nutzer ausrichten. Dies ermöglicht ein ähnliches Endergebnis für den Nutzer, aber einen völlig anderen Prozess für Werbetreibende.

Was ist die Google Third-Party Cookie Timeline?

Der Plan von Google, sich von Cookies von Drittanbietern zu verabschieden, erstreckt sich über mehrere Jahre und beginnt mit einer Testphase Ende 2022. Während dieser Zeit, die voraussichtlich etwa neun Monate dauern wird, können Publisher und Werbetreibende unter opportunity ihre Dienste umstellen. Mitte 2024 wird die Unterstützung für Cookies von Drittanbietern allmählich eingestellt, und die Umstellung soll Ende 2024 abgeschlossen sein.

Was passiert, wenn Cookies von Drittanbietern verschwinden?

Wenn Cookies von Drittanbietern nicht mehr möglich sind, können Werbetreibende weiterhin Cookies von Erstanbietern und private Sandbox-Tools mit Google Ads verwenden. Plattformen, die ausschließlich Daten von Drittanbietern verwenden, werden sich jedoch umorientieren müssen, da es kein direkt vergleichbares Backup gibt. FLoC wird die nächstbeste Lösung sein, aber die Einbindung wird nicht von heute auf morgen erfolgen.

Was wird die Cookies von Drittanbietern ersetzen?

Google hat nicht die Absicht, Cookies von Drittanbietern direkt zu ersetzen, was bedeutet, dass Werbetreibende und Verlage andere Wege finden müssen, um ihre Zielgruppen zu erreichen.

Dies kann bedeuten, dass mehr Daten von Erstanbietern gesammelt werden, sowie kontextbezogene Werbung, eine auf Schlüsselwörter ausgerichtete Methode, um Anzeigen im Kontext anderer Produkte oder Themen auf einem Bildschirm zu schalten. Eine weitere Option ist das People Based Targeting, das ähnlich wie bei Facebook funktioniert und einen kundenorientierten Ansatz verfolgt. Googles Privacy Sandbox kann für diejenigen, die auf Googles Infrastruktur angewiesen sind, ebenfalls eine Möglichkeit darstellen. Dies ermöglicht den Zugang zu FLoC und Googles Kohorten, um Anzeigen zu schalten. Wie dies gehandhabt wird, ist von Marke zu Marke unterschiedlich und kann den Einsatz einer Vielzahl von Strategien beinhalten.