In den letzten Jahren hat sich„Self-Service-Werbung“zu einem beliebten Schlagwort entwickelt. Einfach ausgedrückt ist Self-Service-Werbung jede Art von Werbung, bei der der Werbetreibende sein Budget, die kreativen Inhalte und die Kampagnenumsetzung selbst verwaltet. Self-Service-Werbung ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, Ihr Geschäft auszubauen.
Dies gilt für jede Art von Werbung, bei der der Werbetreibende nicht direkt mit einem Publisher zusammenarbeiten muss. Stattdessen nutzt der Werbetreibende eine Self-Service-Plattform, um seine Werbekampagnen von einem zentralen Ort aus zu verwalten, ohne dass der Publisher in irgendeiner Weise involviert ist.
In diesem Artikel werden wir uns näher mit Self-Service-Werbung befassen und die Unterschiede zwischen Self-Service und Managed Services beleuchten.
Was ist Self-Service-Werbung?
Self-Service-Werbung ist eine Methode, mit der Anzeigen auf Publisher-Plattformen gekauft, erstellt und geschaltet werden können, ohne dass menschliche Interaktion erforderlich ist. Sie entwickelt sich zu einer beliebten Form der digitalen Werbung und ist in der Regel kostengünstig, da sie keinerlei menschliches Eingreifen erfordert.
An einer Self-Service-Werbetransaktion sind zwei Parteien beteiligt: der Plattformbetreiber oder Publisher, der Werbung auf der Self-Service-Plattform verkauft, und der Werbetreibende, der über die Self-Service-Plattform Werbefläche vom Publisher erwirbt.
Um die betriebliche Effizienz zu steigern und Kosten zu senken, haben sich Verlage der digitalen Transformation zugewandt und mit der Entwicklung von Selbstbedienungsplattformen begonnen.
Doch worin bestehen die Unterschiede zwischen einem Managed Service und einer Self-Service-Plattform?
Bei programmatic stehen Werbetreibenden zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um genau die gewünschte Zielgruppe zum gewünschten Zeitpunkt anzusprechen. Dazu gibt es zwei Methoden: entweder über Managed Services oder über Self-Service. Um zu erklären, warum Sie eine Self-Service-Werbeplattform einem Managed Service vorziehen sollten, muss man zunächst die vier wesentlichen Unterschiede zwischen beiden kennen.
Transparenz
Werbetreibende können über den Self-Service in Echtzeit sehen, welche Werbeflächen verfügbar sind, und diese direkt über die Self-Service-Plattform buchen. So erhalten sie vollständige Transparenz und Kontrolle über ihren Anzeigenkauf.
Bei einem Managed Service ist dies ein Luxus, der nicht ohne Weiteres verfügbar ist. Werbetreibende haben keinen Echtzeit-Einblick in verfügbare Werbeflächen oder bezahlte Anzeigenbestände, was häufig dazu führt, dass ihnen hervorragende Anzeigenplatzierungen entgehen und sie keinen Gesamtüberblick über die Medienplanung haben.
Volle Kontrolle
Auf einer Self-Service-Plattform haben Werbetreibende einfachen Zugriff auf ihre Kampagnen und können in Echtzeit Änderungen vornehmen, beispielsweise an den Anzeigenmotiven, der Zielgruppenausrichtung, dem Budget und den Geboten, um nur einige Beispiele zu nennen. Ganz zu schweigen davon, dass sie auf einer einzigen Plattform einen umfassenden Überblick über alle ihre Daten haben.
Bei einem Managed Service erhält der Werbetreibende Kampagnenberichte vom Medienstrategen des Publishers. Dies ist für die Publisher zeitaufwendig, aber auch für den Werbetreibenden ineffizient, da die im Bericht enthaltenen Daten oft „veraltet“ sind und Anpassungen nicht auf der Grundlage von Echtzeitinformationen vorgenommen werden.
Kürzere Bearbeitungszeiten
Die Möglichkeit, ihre gesamte Kampagne intern abzuwickeln, ist für Werbetreibende ein großer Vorteil. Dank einer Self-Service-Plattform verfügt das Ad-Operations-Team über das erforderliche Fachwissen und Zugriff auf alle Kampagnendaten, wodurch sich der Zeitaufwand für Kampagnenänderungen verringert.
Da Publisher täglich zahlreiche Anfragen von Werbekunden bearbeiten müssen, kommt es in der Regel zu Verzögerungen zwischen dem Zeitpunkt, zu dem der Werbekunde die Kampagnendaten erhält, und dem Zeitpunkt, zu dem der Publisher im Rahmen eines Managed Services Zeit hat, die entsprechenden Anpassungen vorzunehmen. Infolgedessen wird wichtiges Kampagnenbudget für Strategien ausgegeben, die für den Werbekunden ineffektiv sind, wie aus dem Kampagnenbericht hervorgeht.
Geringere Kosten
Kampagnen sind für Werbetreibende kostengünstiger, da sie eigenständig arbeiten und ihre Kampagnen über eine Self-Service-Plattform selbst verwalten.
Bei einem Managed Service hingegen zahlt der Werbetreibende dem Publisher nur minimale Kosten, und ein erheblicher Teil des Kampagnenbudgets würde für unproduktive Maßnahmen wie Verzögerungen bei Kampagnenaktualisierungen verschwendet werden. Ganz zu schweigen von der Zeit, die für die Kommunikation mit dem Publisher aufgewendet werden muss.
Infolgedessen überwiegen für Werbetreibende die Vorteile der Nutzung von Self-Service-Werbeplattformen die Herausforderungen, die mit Managed Services verbunden sind. Viele Werbetreibende wechseln daher von Managed Services zu Self-Service-Plattformen.
Inwiefern hat die Pandemie dazu geführt, dass Werbetreibende verstärkt auf Self-Service-Werbung umsteigen?
Mit dem Ausbruch der Pandemie veränderte sich die Werbelandschaft. Publisher erkannten, dass es nicht kosteneffizient ist, wenn ein Vertriebsteam die Kontakte koordiniert und den Bestellprozess mit den Werbekunden abwickelt, und dass sich dies negativ auf die Optimierung und das Reporting auswirken kann, da die Daten nicht in einem einzigen System gespeichert sind. Sie erkannten, dass die Optimierung der Abläufe die Zusammenarbeit mit jedem Werbekunden, insbesondere mit kleineren, einfacher und kosteneffizienter macht. Ad-Ops-Teams verbringen viel Zeit mit der Kommunikation mit Werbekunden, und eine Lösung, die dazu beiträgt, diesen Aufwand zu reduzieren – insbesondere bei der Zusammenarbeit mit kleineren Werbekunden –, wird dem Verlag helfen, seine Effizienz zu steigern.
Durch den Einsatz von Self-Service-Lösungen konnten Publisher den manuellen Arbeitsaufwand drastisch reduzieren, da die Mitarbeiter der Anzeigenverwaltung nun nicht mehr manuell Verkaufsdaten in die Systeme eingeben, Entwürfe genehmigen oder Berichte für Werbekunden erstellen und ausliefern müssen. Die Teams der Anzeigenverwaltung haben nun Zeit, sich auf übergeordnete Aufgaben zu konzentrieren, wie beispielsweise die Optimierung der Unternehmensabläufe und die Steigerung der Einnahmen für den Publisher.
Fazit
Die Nutzung von Self-Service-Werbung dürfte bis ins Jahr 2021 und darüber hinaus weiter zunehmen. Es wird erwartet, dass immer mehr Werbetreibende auf diese kostengünstige Werbemethode umsteigen. Dies wird dazu führen, dass immer mehr Publisher von den Vorteilen profitieren, die Investitionen in Self-Service-Werbetechnologie mit sich bringen, was wiederum zu höheren Einnahmen führen wird. Self-Service-Werbung ist ein Bereich der Werbung, den man in den kommenden Jahren im Auge behalten sollte, um zu beobachten, wie sich die Plattformen parallel zur Branche weiterentwickeln.
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