Im Jahr 2020 kündigte Google angesichts wachsender Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes im Internet an,Third-Party-Cookiesschrittweise abzuschaffen. Gemäß demZeitplan der Plattform soll dies im Jahr 2024 vollständig in Kraft treten. Allerdings führen auch viele andere Browser ähnliche Änderungen ein.

Auch wenn diese Veränderung von den Internetnutzern wahrscheinlich begrüßt wird – schließlichsind „65 % der Internetnutzer der Meinung, dass der übermäßige Einsatz von Cookies ein Datenschutzproblem darstellt“ –, wird sie für Werbetreibende zahlreiche Herausforderungen mit sich bringen.

Schließlich spielten Cookies viele Jahre lang eine entscheidende Rolle inprogrammatic und ermöglichten es Werbetreibenden, das Nutzerverhalten zu verfolgen, Kunden gezielt anzusprechen und effektive Werbekampagnen zu erstellen. Aus diesem Grund ist es kaum verwunderlich, dass„16 % der Marketingfachleute glauben, dass die Abschaffung von Cookies verheerende Auswirkungen auf ihr Geschäft haben wird“.

Das Ökosystem der digitalen Werbung entwickelt sich jedoch ständig weiter, was bedeutet, dass Werbetreibende künftig auf viele andere Strategien zurückgreifen können. Dazu könnte beispielsweise der Einsatz von „Data Clean Rooms“ gehören.

Informationen zur Ablösung von Cookies

Unter der Abschaffung von Cookiesversteht man die schrittweise Einstellung von Cookies bei Google und anderen Suchmaschinen.

Es gibt viele Gründe für diese Änderung, wobei Datenschutzbedenken der Internetnutzer der offensichtlichste sind. Soergabbeispielsweise eineStudie von Statista, dass 57 % der Nutzer es für „unmöglich“ hielten, ihre Privatsphäre im Internet vollständig zu schützen, wobei viele Cookies als Schwachstelle betrachteten.

Auch gesetzliche Änderungen, wie beispielsweisedas Datenschutzgesetz von 2018, die zum besseren Schutz der Privatsphäre von Internetnutzern eingeführt wurden, haben maßgeblich zur Abkehr von Cookies beigetragen.

Die Auswirkungen der Abschaffung von Cookies auf die Erfassung des Nutzerverhaltens

Derzeitverlassen sich etwa83 % der Marketingfachleute und Unternehmen auf Cookies von Drittanbietern, insbesondere wenn es darum geht, effektive Marketingkampagnen zu starten. Schließlich liefern diese Daten wertvolle Einblicke in das Verbraucherverhalten, basierend auf Suchverlauf, früheren Käufen und Markenpräferenzen. Cookies ermöglichen es ihnen daher, Kampagnen zu starten, die direkt auf ihre Kunden zugeschnitten sind, was zu einem besseren ROI führt.

Es ist klar, dassdie Abkehr von Cookiesin Zukunft tiefgreifende Auswirkungen auf die Erfassung des Nutzerverhaltens, die Zielgruppenansprache und die personalisierte Werbung haben wird. Dies hat viele Unternehmen dazu veranlasst, eilig nach den bestenAlternativen zu Third-Party-Cookies zu suchen, beispielsweise durch den Rückgriff auf First- oderSecond-Party-Daten.

Wer jedochim „Cookieless 2024“ erfolgreich seinmöchte, sollte den Einsatz von Data Clean Rooms in Betracht ziehen.

Was sind Daten-Reinräume?

Daten-Cleanrooms sind sichere Online-Umgebungen, die es Unternehmen ermöglichen, Daten gemeinsam zu analysieren und zu verarbeiten, ohne die privaten Daten der Webnutzer offenzulegen (oder auszutauschen).

Die Etymologie ihres Namens leitet sich von der Vorstellung ab, dass ein Daten-Clean-Room eine „sterile“ oder „saubere“ Umgebung ist. Es handelt sich um einen isolierten Raum, in dem Daten analysiert werden können, ohne dass die Gefahr einer missbräuchlichen Nutzung durch die beteiligten Parteien besteht.

Durch die Nutzung einesData Clean Room erhalten Unternehmen Zugang zu einer Fülle von Informationen, mit denen sie ihre Marketingmaßnahmen optimieren und ihre Kundenbeziehungen entsprechend stärken können. Außerdem können sie damit alle behördlichen Vorschriften einhalten oder Marktanalysen durchführen.

Vorteile von Daten-Reinräumen

Die Einrichtung von Daten-Clean-Rooms bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Zum Beispiel:

  • Datenschutzbedenken ausräumen. „Data Clean Rooms“ sind hochsichere Umgebungen, in denen das Verhalten von Verbrauchern untersucht werden kann, ohne dass sensible Rohdaten an Unternehmen weitergegeben werden. Dies trägt nicht nur dazu bei, die Datenschutzbedenken der Internetnutzer auszuräumen, sondern gewährleistet auch die Einhaltung aller behördlichen Vorschriften.
  • Verbesserte Datensicherheit. In Daten-Clean-Rooms kommen verschiedene Strategien zum Einsatz, um die Datensicherheit zu erhöhen. So werden Daten beispielsweise aggregiert und anonymisiert, bevor sie in den Clean-Room „gelangen“. Dadurch werden alle identifizierbaren Informationen aus dem Datensatz entfernt, sodass die Anonymität der einzelnen Nutzer gewahrt bleibt.
  • Förderung eines verantwortungsvollen Datenaustauschs. Die mit Daten-Clean-Rooms verbundenen Verfahren zum Schutz der Privatsphäre gewährleisten, dass alle beteiligten Parteien an einem verantwortungsvollen Datenaustausch mitwirken. Unternehmen können gemeinsam Erkenntnisse über das Verbraucherverhalten austauschen, ohne dabei das Risiko einzugehen, sensible Informationen offenzulegen.

In einigen Berichten wird sogar behauptet, dass „Data Clean Roomsdie einzige tragfähige Alternative für eine Zukunft ohne Cookies darstellen“. Daher ist es kaum verwunderlich, dass viele Unternehmen, darunter auch Web-Giganten wieAmazon, ihren Nutzern zunehmend Zugang zu Data Clean Rooms gewähren.

Daten-Clean-Rooms im Vergleich zum herkömmlichen Datenaustausch

Es ist wichtig zu beachten, dass Data Clean Rooms kein direkter Ersatz für Third-Party-Cookies oder andere herkömmliche Methoden des Datenaustauschs sind. Allerdings gibt es deutliche Überschneidungen hinsichtlich ihres Anwendungsbereichs und der Unterstützung, die sie bieten, weshalb viele Branchenexperten sie als die praktikabelste Alternative betrachten.

Daten-Clean-Rooms im Vergleich zum herkömmlichen Datenaustausch: Die wichtigsten Unterschiede

Datenschutz

Daten-Clean-Rooms: Daten -Clean- Rooms aggregieren und anonymisieren Nutzerdaten, bevor diese in den „Raum“ gelangen. Das bedeutet, dass sie allen Beteiligten einen umfassenderen Datenschutz bieten und die Einhaltung der Compliance-Vorgaben des Unternehmens gewährleisten.

Herkömmlicher Datenaustausch: HerkömmlicheMethoden des Datenaustauschs, wie beispielsweise Cookies von Drittanbietern, bieten keinen ausreichenden Schutz für Nutzerdaten. Aus diesem Grund stehen viele Internetnutzer Websites, die diese Methoden einsetzen, misstrauisch gegenüber;mittlerweile blockieren 70 % der Verbraucher Cookies im Internet.

Zusammenarbeit

Data Clean Rooms: DataClean Rooms sind Räume für die Zusammenarbeit, in denen Unternehmen wertvolle Branchen- und Geschäftseinblicke in einer sicheren Umgebung austauschen können.

Traditioneller Datenaustausch:Aufgrund sich ändernderVorschriften und Gesetze ist es für Unternehmen schwierig, Daten, die mit eher traditionellen Methoden erhoben wurden, weiterzugeben, ohne gegen Sicherheitsvorschriften zu verstoßen oder auf unethische Praktiken zurückzugreifen.

Wie oben dargelegt, bieten Data Clean Rooms Marketingfachleuten und Unternehmen einen „Mittelweg“, um ihre Marketingmaßnahmen oder ihre Online-Performance zu verbessern, ohne auf Cookies von Drittanbietern angewiesen zu sein. In einem kürzlich erschienenenArtikel erklärte Will Kunkel, Senior Vice President of Marketing bei Stirista, dass Data Clean Rooms „kein Allheilmittel sind, aber ein Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg zu einer Welt, die weniger auf Cookies angewiesen ist“.

Schließlich ermöglichen sie eine effektive Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, ohne dass unverarbeitete, sensible Nutzerdaten offengelegt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Unternehmen die gesetzlichen Vorschriften einhalten und ihre Beziehung zu den Verbrauchern entsprechend stärken können.

Zukünftige Trends und Überlegungen

Da Google (und andere Suchmaschinen) nun damit beginnen, die Abschaffung von Cookies in vollem Umfang umzusetzen, werden sich Daten-Clean-Rooms zweifellos weiter verbreiten.

Derzeitberichtetdas Internet Bureau,dass64 % der Unternehmen, die Technologien zum Schutz der Privatsphäre nutzen wollen, auf „Data Clean Rooms“ zurückgreifen. Diese Zahl dürfte in der aktuellen digitalen Landschaft noch deutlich steigen. Das Bureau geht zudem davon aus, dass sich die Funktionalität dieser Plattformen mit zunehmender Ausgereiftheit verbessern wird. Das bedeutet, dass sie „Unternehmen im gesamten Ökosystem flexiblere, ausgefeiltere, interoperable und skalierbare Möglichkeiten“ bieten könnten.

Kurz gesagt: Daten-Clean-Rooms werden in der Post-Cookie-Ära eine entscheidende Rolle spielen, insbesondere im Bereich der Werbung.